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Autor Thema: Matrizen Nummern - nicht gelistete Titel
uwe.klee
Junior-Mitglied
Mitglied # 168

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erstellt 10. August 2019 12:44     Ansicht des Profils von uwe.klee   Senden Sie eine eMail an uwe.klee     Private Nachricht versenden   Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat
Ich bin neu auf dieser Seite und bei der Durchsicht fiel mir auf, dass ich drei Lp‘s besitze, die offensichtlich (es sei denn, ich hätte sie übersehen) nicht gelistet sind:

1.a) V.A. „Allen Mitarbeitern des VEB Deutsche Schallplatten Frohe und gesunde Festtage 1975“ (grün/silbernes AMIGA Label ohne Bestellnummer)
Diese Lp ist mit dem westdeutschen V.A. Sampler „Super 20 International“ (Ariola 89 400 GT) identisch.
1.b) Neben dieser Ausgabe habe ich ebenfalls die dazugehörige Weißlabel-Pressung mit rotem Stempelaufdruck.
Beide Matrizen sind identisch und entsprechen denen der westdeutschen Pressung, inklusive dem „Made in Germany“. (INFO: Lediglich die Seitenkombination der Master-/Schnittnummerierungen variiert. Als BRD Pressungungen sind mir bekannt: A-2/B-4, A-4/B-2, A-4/B-4. Wahrscheinlich gibt es aber weitere. Die DDR Pressung hat die Kombination A-5/B-4.)
Es ist bei der DDR Ausgabe jedoch mit Hand jeweils die Nr. „047“ der maschinell gestanzten Nummer „S 89 400 A-5 75“ bzw. “... B-4 75“ vorangestellt.

Ist davon auszugehen, dass es auch eine Intershop-Pressung der V.A. Lp „Super 20 International“ gibt, oder wurden für die Mitarbeiter-Weihnachtsplatten extra Titel von westdeutschen Firmen gekauft? Gab es noch weitere Mitarbeiter-Weihnachtsplatten, und wenn ja, in welchen Jahren erschienen diese? Ich fand in der Diskografie nur noch die Peter Alexander Lp von 1976.

Wie hoch waren die Auflagen bzw. wieviele Mitarbeiter hatte die VEB Deutsche Schallplatten 1975, ist dies bekannt?
Ich habe gelesen, dass es „Ende der 70er Jahre“ 750 Angestellte gewesen sein sollen.

Was bedeutet die vorangestellte „047“, ist dies ein Landes-/Werkscode?

2.) T. Rex / Marc Bolan „Cosmic Dancer“ TELDEC 6.26600 BU (Intershop Pressung)
Matrize: „6.26 600 -1A E88 I C“ bzw. „…2A E88 I C“
Ich habe zwei Exemplare dieser Lp. Bei einem befinden sich gegenüber von „E88 I C“ die Kennung „1B/1B“ (A-/B-Seite) und bei dem anderen Exemplar „1H/1C“.

Handelt es sich bei den Angaben „1B/1B“ bzw. „1H/1C“. um Mütter-/Pressmatrizen-Nummerierungen oder ähnliches?

3.) V.A. „Diamonds of Rock and Pop“ AVENUE RECORDS 6.25915 (Intershop Pressung)
Matrize: „625 915 – 1A bzw. 2A“

Schließlich habe ich noch einige grundsätzliche Fragen:
- Ist davon auszugehen, dass eine DDR-Pressung, die "GEMA" auf dem Label hat lediglich für den Verkauf in Intershops bestimmt war?
Und im Umkehrschluss, dass Platten mit "AWA" Eindruck (auch wenn es Lizenzpressungen aus der BRD waren) NICHT in Intershops, sondern in den Plattenläden in der DDR verkauft wurden?

- Gibt es von den Intershop-Pressungen i.d.R. immer eine Weißmuster-Pressung als auch eine „Unverkäufliche Musterplatte“ auf blauem oder andersfarbigem Label mit Titeln und „AWA“ Vermerk?
Ich weiß, dass z.B. von V.A. „Diamonds of Rock and Pop“ beide Ausgaben existieren.

- Kennt jemand den genauen Verwendungszweck der verschiedenen Pressungen, (z.B. Weißmuster = zur Qualitätskontrolle & blaue oder andersfarbige Musterplatten = für Radio, Mitarbeiter etc.)?

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uk


Beiträge: 3 | Registriert seit: Aug 2019  |  IP: gespeichert
Webmaster
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Mitglied # 1

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erstellt 16. August 2019 12:39     Ansicht des Profils von Webmaster   Homepage des Benutzers   Senden Sie eine eMail an Webmaster     Private Nachricht versenden   Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat
Hallo Uwe
Bitte etwas Geduld, Du wirst sicherlich Antworten erhalten, aber jetzt ist Urlaubszeit.

In einer Sache allerdings habe ich Deinen Beitrag geändert:

  • 1)Plattensuchen wurden entfernt, dafür ist der "Marktplatz" da.
  • 2)Mail-Adresse gelöscht. Diese ist in Deinem Profil hinterlegt. Darüber kann man Dich erreichen. Es ist eine Sicherheitsmaßnahme, weil das Forum alles verarbeitet.

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Familie und Freunde sind das Wichtigste im Leben, den Verlust bemerkt man erst viel zu spät


Beiträge: 995 | Registriert seit: Mai 2001  |  IP: gespeichert
Webmaster
Administrator
Mitglied # 1

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erstellt 24. Oktober 2020 00:28     Ansicht des Profils von Webmaster   Homepage des Benutzers   Senden Sie eine eMail an Webmaster     Private Nachricht versenden   Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat
Hallo Uwe
Ich hatte zwar immer gehofft, daß sich einer unserer anderen Mitglieder dazu äußert, aber leider bekamst Du bisher keine Antwort.
Somit werde ich versuchen Deine Fragen zu erklären.

1) Uns liegt diese "Mitarbeiter-Platte" leider nicht vor, dementsprechend ist sie bei uns nicht verzeichnet.
Die Angabe der Matrizennummer sagt aus, um die wievielte Kopie der eigentlichen Aufnahme es sich handelt.
Als Beispiel:
A-5 ist der fünfte Sohn der Mutter...
...also, die Original-Aufnahme war der "Vater", davon wurden Positivkopien als "Mutter" hergestellt (meines Wissens nach waren bis zu 10 Kopien möglich)
Die "Mutter" war dann die Grundlage für die wirklichen Pressmatrizen.
Also ist die Inschrift so zu beschreiben, es handelt sich um die fünfte Kopie der Muttermatrize.
Diese sogenannten "Söhne" waren für den Produktion allerdings auch irgendwann unbrauchbar, dann gab es einen neuen Abzug der "Mutter" mit einer neuen Nummer.

1) Die "Handgeschriebene Nummer" wurde meines Wissens nach nur für spezielle Platten verwendet. In welchem Zusammenhang sie wirklich steht können wir heute leider nicht mehr erklären.
In diesem Zusammenhang, die "Mitarbeiter-Platten" waren immer oder meist eine Zusammenstellung verschiedener AWA-Rechte.
Die AWA-Rechte hat der VEB im Zusammenhang mit den Preßaufträgen für die anderen Label erhalten, es waren also keine Devisen erforderlich. Bedeutet, die Pressen in Babelsberg haben bundesdeutsche Platten hergestellt und dafür eine Lizenz für eine gewisse Anzahl eigenverwertbarer Pressungen erhalten.
Die Größenordnungen werden wohl leider verborgen bleiben.
Nachfragen z.B. bei Herrn Stempel blieben leider ohne Antwort, auch persönlich konnte ich ihm noch keine wirklichen Antworten entlocken.

2) Es handelt sich um einen kleinen Fehler, weil die Plattenseiten wohl nicht korrekt angegeben sind.
1B/1B würde bedeuten der zweite "Sohn" der Mutter
1H/1C entsprechend der der siebte und der dritte Sohn.
Prinzipiell geht es immer um die Preßmatrizen, weil "Väter" und "Mütter" nie angegeben wurden.
Man weiß also nie, welche Mutter den Ursprung darstellt....

4) Grundsätzliches:
Im Zuge der Vereinigung wurde vieles vernichtet.
Vor dem Preßwerk in Babelsberg lagen große Stapel von Matrizen und Platten...alles Müll... ...ich lebte leider damals bereits in Hessen und konnte da nicht zugreifen...

Zu den Erklärungen Intershop / Weißmuster kann ich folgendes sagen:
Weißmuster gibt es nur von Platten mit AWA-Lizenz, entsprechend auch nur davon eventuell "Musterplatten".
Bei den reinen Lohnpressungen gingen die Weißmuster nur direkt an die westdeutschen Autraggeber, mit deren Labeln.

Hier sind wir an einer Aufschlüsselung bemüht, können aber auch nicht alles wirklich nachverfolgen.

Weißmuster waren generell Prüfplatten (wahrscheinlich so um die 100 Stück), Musterplatten als Proben für den Verkauf, wenn der dann genehmigt worden wäre (Auflagenzahlen unbekannt, wahrscheinlich unter 1000 Stück).
Genaue Angaben gibt es leider nicht und da halten sich alle Leute, die dort mal gearbeitet haben auch sehr zurück.
Herr Stempel (habe ihn mehrmals persönlich gesprochen) gibt ebenfalls keine Informationen raus, obwohl er als letzter AMIGA-Chef mehr wissen muß, aber er lebt von seiner BMG-Karriere.

Ich hoffe, einen Teil Deiner Fragen beantwortet zu haben....

Für heute die besten Grüße Olaf

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Beiträge: 995 | Registriert seit: Mai 2001  |  IP: gespeichert
Matthias Hansen
Mitglied
Mitglied # 31

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erstellt 24. Oktober 2020 15:09     Ansicht des Profils von Matthias Hansen   Senden Sie eine eMail an Matthias Hansen     Private Nachricht versenden   Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat
Zum Thema Mitarbeiter: Der angegebene Schätzwert für 1975 ist zutreffend. Der Personalbestand hatte sich in den zehn vorangegangenen Jahren etwa verdoppelt und ist danach nur noch leicht gestiegen.

Für die zum Zeitpunkt der Umwandlung in eine GmbH 790 Mitarbeiter zählende Belegschaft liegt eine genaue Aufschlüsselung vor:
Direktion und Querschnittsabteilungen: 22 MA
Künsterischer Bereich inkl. Studios: 81 MA
Technik: 55 MA
MC-Werk: 76 MA
Preßwerk: 338 MA
Absatz/Außenwirtschaft inkl. Handelsniederlassungen: 146 MA
Buchhaltung/Materialwirtschaft/Finanzkontrolle: 72 MA

Mit Gruß
-mha


Beiträge: 67 | Registriert seit: Jan 2007  |  IP: gespeichert
uwe.klee
Junior-Mitglied
Mitglied # 168

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erstellt 24. Oktober 2020 18:36     Ansicht des Profils von uwe.klee   Senden Sie eine eMail an uwe.klee     Private Nachricht versenden   Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat
Hallo Olaf, hallo Matthias,

besten Dank für Eure Beiträge!

In der Zwischenzeit habe ich herausgefunden, dass die per Hand eingetragene Zahl "O87" [betrifft: V.A. „Super 20 International“ Ariola 89 400 GT, Intershop-Pressung] bei der Galvanisierung im Sonopress Werk Gütersloh eingefügt wurde.
Diese zwei- oder dreistellingen Codes der Sonopress stehen für die externen Presswerke an die die Mütter weitergegeben wurden.
Die "087" sollte also die Kennung für V.E.B. Deutsche Schallplatten sein.
Kann dies jemand bestätigen?
Besten Dank im Voraus!
Uwe

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uk


Beiträge: 3 | Registriert seit: Aug 2019  |  IP: gespeichert
uwe.klee
Junior-Mitglied
Mitglied # 168

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erstellt 24. Oktober 2020 18:47     Ansicht des Profils von uwe.klee   Senden Sie eine eMail an uwe.klee     Private Nachricht versenden   Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat
Korrektur:

Es muss natütlich "047" und NICHT "087" heißen!

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uk


Beiträge: 3 | Registriert seit: Aug 2019  |  IP: gespeichert
Webmaster
Administrator
Mitglied # 1

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erstellt 25. Oktober 2020 13:01     Ansicht des Profils von Webmaster   Homepage des Benutzers   Senden Sie eine eMail an Webmaster     Private Nachricht versenden   Editieren/Löschen des Beitrags   Antwort mit Zitat
Hallo Uwe
Kannst Du uns Bilder der Mitarbeiterplatte zur Verfügung stellen.
Nur so können wir die Platte in die Listung aufnehmen.
Wenn es eine Titelliste gibt, wäre es ein weiterer Vorteil.

Beste Grüße Olaf

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